Herausfordernde Titelkämpfe in Ungarn – TSC Rostock sammelt wertvolle Erfahrungen bei der EM im Orientierungstauchen- Coach Kati das Maß aller Dinge

(21.09.2026)

Vom 24. bis 29. August 2026 war der See im ungarischen Gyékényes der Schauplatz der Europameisterschaft im Orientierungstauchen. Acht Nationen kämpften um die begehrten Titel. Für die Athletinnen und Athleten des TSC Rostock 1957, die als fester Bestandteil des deutschen Nationalteams an den Start gingen, brachte die Turnierwoche Licht und Schatten, aber vor allem starke Einzelleistungen und eine verdiente Medaille.

Die EM startete am Montag mit der Monk. Bei den Damen tauchten Tessa Wolff und Freya Buch auf den 8. Platz. Im Herren-Feld sicherten sich Wenzel Schley und Finn Malchow den 9. Rang, während das Mixed-Duo Georg Linne und Elisa Mencke mit Platz 6 das beste Tagesergebnis für den Rostocker Anhang einfuhr. Katalin Hathazi (TSC Kindertrainerin (Ungarn)) errang hier bereits die erste Goldmedaille.

Pech beim Stern (am Dienstag)- und Punkte-Kurs (Mittwoch).
Tessa Wolff konnte krankheitsbedingt leider nicht an ihre Vorjahreszeiten anknüpfen, stellte sich aber dennoch der Konkurrenz. Wenzel Schley präsentierte sich bei den Herren gewohnt gewissenhaft und platzierte sich im soliden Mittelfeld (u. a. Platz 10 im Stern-Kurs).
In der weiblichen Jugend lag Elisa Mencke im Stern-Kurs aussichtsreich auf Medaillenkurs, ehe ein kurzes Auftauchen der Flosse nach Punkt 4 zur Rückstufung führte. Im Punkte-Kurs erreichte sie schlussendlich Rang 7. Besonders erfreulich: Die Nachwuchstaucherinnen Freya Buch und Friederike Kuntz zeigten in ihrem ersten Jahr für die Nationalmannschaft durchweg starke Leistungen und behaupteten sich gut im internationalen Mittelfeld. Auch hier war Coach Kati konkurrenzlos und sicherte sich sowohl Stern- als auch im Punkte-Kurs souverän die Goldmedaillen 2 und 3.

Präzisionsarbeit im M-Kurs
Am Donnerstag bewiesen die Rostocker im M-Kurs ihre fahrerische Genauigkeit unter Wasser. Bis auf Finn Malchow (4 Meter) verzeichneten alle Starter des TSC Rostock lediglich eine minimale Abweichung von 1 Meter am Ziel – ein starkes Resultat in dieser technisch anspruchsvollen Disziplin. 

K.o.-Runde und Pech mit der Technik
Der Freitag brachte im Short Race und Team Event C harte K.o.-Duelle. Für Freya Buch und Elisa Mencke war trotz engagierter Läufe im Achtelfinale Schluss. Auch für Finn Malchow und seine Mannschaft endete das Team Event C vorzeitig, da technische Probleme an der Ausrüstung eine bessere Platzierung verhinderten.

Bronze-Versöhnung am Schlusstag
Am abschließenden Samstag im MTÜ-Teamwettbewerb lagen Freud und Leid nah beieinander. Bei den Damen blieb der erhoffte Podestplatz aus, da nur drei der vier Schwimmerinnen das Ziel erreichten – Elisa Mencke kämpfte mit Defekten am Gerät und verfehlte Orientierungspunkt 1. Für den krönenden Abschluss sorgten schließlich die Herren: Wenzel Schley erkämpfte sich gemeinsam mit seiner Mannschaft in einem spannenden Finale den 3. Platz und belohnte das deutsche Team mit der Bronze-Medaille.

Bilanz
Es gab einmal Bronze im Herren-MTÜ sowie wertvolle Platzierungen im internationalen Feld. Trotz gesundheitlicher Rückschläge und technischer Tücken bewiesen die Rostocker Athleten Kampfgeist. Herausragend sind die Leistungen von Kati, die für Ungarn startete. Sie gewann Gold in Monk, Punktekurs, M-Kurs, Sternkurs, Parallelkurs und Mtü sowie je einmal Silber und Bronze. Am Ende sammelte der TSC dadurch neben den Medaillen wichtige Erfahrungen für die kommenden internationalen Aufgaben.