Wir trauern um Heinz Blazynski

(03.08.2025)

Schweren Herzens müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass unser langjähriger Vereinsvorsitzender Heinz Blazynski Ende Juli 2025 im Alter von 89 Jahren verstorben ist.

Heinz oder „Blaschi“, wie er eigentlich immer nur genannt wurde, bestimmte den Weg unseres Vereins über Jahrzehnte hinweg. Als junger Mann stieß er 1959, zwei Jahre nach der Vereinsgründung, zu der motivierten Gruppe junger Sportlerinnen und Sportler, die sich in Rostock den Tauchsport auf die Fahnen geschrieben hatte. Hier zählte er bald nicht nur zu den sportlichen Aushängeschildern, sondern übernahm schnell auch Verantwortung in Organisation und Leitung. Von 1963 an führte er mit einer kurzen Unterbrechung Ende der 1960er Jahre bis in das Jahr 2003 als Vorsitzender einen Verein, der sich von Anfang an dem Leistungssport im Orientierungstauchen und Flossenschwimmen verschrieben hatte. Über all die Jahre hinweg zeichnete er sich als Sportler, Trainer, Motivator, Ideengeber und vor allem als organisatorischer „Motor“ des Vereins aus.

Hier lernte er seine spätere Ehefrau Eva kennen und lieben. Gemeinsam engagierten sie sich ganz besonders für den sportlichen Nachwuchs.

Zu Blaschis sportlichen Höhepunkten zählten für ihn vor allem die Wettkampfreisen auf die Krim und nach Österreich, von denen er noch viele Jahre später immer wieder begeistert berichtete. Als Vorsitzender führte er den Verein mit erstaunlichem Weitblick. Früh knüpfte er mit seinen Mitstreitern Kontakte in alle Richtungen. Aus einer dieser Initiativen entwickelte sich unser jährlicher Traditions-Wettkampf, der heutige „Internationale Pokal der Hansestadt Rostock“. 1966 erstmalig mit den Teams aus Kiew und Liberec unter dem Titel „Pokal der Freundschaft“ durchgeführt, ist der „Pokal“ bis heute ein fester Bestandteil der Wettkampfsaison der Flossenschwimmer.

Blaschi arbeitete beständig daran, den Sportlerinnen und Sportlern des Vereins beste Trainingsbedingungen zu ermöglichen. So wurde schon Anfang der 1970er Jahre unser Trainingsstützpunkt in Papendorf aufgebaut und - noch unter seiner Regie - von 1997 bis 1999 zur Basis unseres Vereins modernisiert.

Mit seinem immerwährenden Optimismus führte er den Verein auch durch die turbulenten Jahre der Wiedervereinigung mit allen daraus entstehenden Herausforderungen und Turbulenzen. In dieser Zeit engagierte er sich als Tauchlehrer vermehrt in der Tauchausbildung und trug damit wesentlich zum Ausbau der Sporttaucher-Gruppe im TSC bei. Als Highlight betrachtete er dabei die von ihm organisierten Tauchfahrten nach Cadaques und die erste Vereinsfahrt an das Rote Meer im September 1997.

Auch wenn es in den letzten Jahren für ihn ruhiger geworden war, so nahm er doch weiter mit Interesse Anteil an den Aktivitäten und Erfolgen seines Vereins.

Wir sagen „Danke Blaschi!“ und trauern zusammen mit seiner Familie

Deine Freundinnen und Freunde des Tauchsportclub Rostock 1957